新宿駅から代々木まで...、4月28日2023年

新宿駅から代々木まで...、4月28日2023年
Tokyo Metropolitan Gikai Assembly Hall
代々木公園
新宿ちゅお公園

Spaziergang von Shinjuku zum Yoyogi Park, danach nach Harajuku.
Zuerst habe ich bei Hoshino einen Iced-Coffee getrunken. Die erste Tasse Kaffee seit ich in Japan bin. Ich fragte die Kellnerin auf Japanisch, wie man denn "Iced Coffee" auf Japanisch sagt.
"Iced Coffee", antwortete sie trocken.
「Iced Coffee」は日本語でですか。
「Iced Coffee」...🤦‍♀️
Je idiotischer ich mich aber anstelle, desto weniger Hemmungen habe ich, zu versuchen, Japanisch zu reden.
Hoshino ist eine Kette, ein "Kissaten" 喫茶店. Das Interieur ist in einem alten, zeitlosen Stil hergerichtet. Lederbezogene Sessel, in die man einsinkt, Möbel aus dunklem, schweren Holz. Man wird mit ruhiger Jazz-Musik umgarnt. Hinten an der Theke steht eine Frau, die den Kaffee mit einer großen Kupferkanne und einem Stofffilter brüht. Handdrip.
In diesen Kaffeehäusern benutzen sie üblicherweise eine sehr dunkle Kaffeeröstung. Das konnte man bei diesem Iced Coffee herausschmecken: bittere Noten im Vordergrund, aber nicht verbrannt. Dahinter kam etwas süßliches und auch frisches zum Vorschein. Köstlich, とても美味しい. Aber vielleicht schmeckt einfach alles besser, wenn man freundlich bedient wird und irgendwo sitzt, wo man gerne verweilen möchte.
Aufgeweckt machte ich mich auf den Weg mehr oder weniger planlos in Shinjuku herumzuwandern. Ein paar Ziele hatte ich spontan abgesteckt:

  • Tokyo Metropolitan Gikai Assembly Hall
  • Shinjuku Chuo Koen
    Und dann von dort aus zu Fuß bis zum Yoyogi-Koen.
    Die meiste Zeit hatte ich den Kopf in den Wolken, um auf die erhabenen Wolkenkratzer hochzuschauen. Ich ging durch die Straßen, wie in einem gut kuratierten Museum. Ein faszinierendes Kunstwerk nach dem anderen, jedes zueinander in ein passendes Verhältnis gesetzt, sodass sie sich gegenseitig in einen spannenden Kontext rücken.
    Ich stand unter diesen für mich namenlosen Menschengebilden und staunte. Zwischen und in diesen Werken leben und arbeiten die Menschen. Im Schatten dieser Gebäude entsteht das Alltägliche.
    Ich bin schon lange nicht mehr so aus dem Alltag gefallen. Wenn Kunst erscheint, schafft sie das zu bewirken.
    Wie es wohl ist, hier im Alltag gefangen zu sein?

白金、4月28日2023年
渋谷、4月24日2023年
Ich scrolle durch die Bilder, die ich vorgestern bei der Kreuzung in Shibuya gemacht habe. Ich bin schon nach knapp einer Woche wieder gefühlt in den Normalitätsmodus gekommen. Ich gehe durch die Straßen und vergesse, dass ich weit weg von meiner Normalität bin. Als ich bei der Shibuya-Station angekommen war