洗足

洗足

Zwielicht. Und Veränderungen.

Die andere Geographie, das andere Wetter, die andere Sprache, das andere Licht, die anderen Wolken, die andere Luft, das andere Essen. Anders auf der Straße flanieren, anders am Wochenende trinken gehen, anders in der Nacht nach hause finden. Das andere U-Bahn fahren und das andere Einkaufen-gehen. Das andere Stromrechnungen und Miete bezahlen.
Um zwei Uhr in der Nacht in den Kombini gehen und Zahnpasta kaufen.
Die Pflaumensaison hat begonnen.
Wie kann ich wieder zurück kehren? Ich versuche zu sehen, dass das eine nicht das andere ist. Ein philosophischer Trick, der vielleicht vernünftig ist, wenn es um moralische Fragen geht.
Wenn ich nun aber das Andere besser finde als das Eine? Wenn ich lieber dort als hier bin? Wenn ich das Ferne und nicht das Nahe will?
Ab wann beginnen sich die Dinge zu wandeln, sodass das Dort zum Hier und das Andere zum Eigentlichen, das Ferne zum Nahen, das Unwahrscheinliche zum Wirklichen wird?
Irgendwann müssen alle Dinge umschlagen...
Ich bin im Umschlag begriffen.
Ich bin eine Pachinko-Kugel in einem großen, sinnlosen Automaten, der Geld frisst. Ich wurde einmal hochgeschossen und torkle ein Leben lang zufällig einen Pfad herunter bis ich in einem dunklen Loch lande.
Das ist ein weiterer Trick, um mir sagen zu können: egal was das Ergebnis dieser Reise sein wird, ich konnte es ohnehin nicht kontrollieren. Denn ich bin nur ein Beifahrer. Für das Ticket wurde mit meinem Leben bezahlt. Weder die Fahrt, den Fahrer, noch die Route konnte ich mir aussuchen.
Wollen tut weh. Das ist der lebenslange Milchzahnwachstumsschmerz.
Ich will das japanische Zwielicht und den schwülen, verschwitzten Sommer. Die Haut klebt und bevor es nicht Abend wird, will ich nicht raus gehen.
Ich suche Schutz hinter papiernen Wänden, unter gedimmten Licht. Ich will kaltes Wasser trinken. Ich will am Wochenende in der Früh Eiskaffee aus dem Automaten lassen und im Park spazieren gehen. Ich will die Koi-Fische im Teich, die angeschwommen kommen, weil sie Futter erwarten, ärgern, indem ich so tue als würde ich ihnen Krumen zuwerfen. Ich will mich in eine U-Bahn setzen und bis zur Endstation fahren, dort aussteigen und ziellos umherspazieren, bis mir die Füße weh tun.
Ich will mir ein neues Ticket für ein anderes Leben kaufen, mit einem Fahrer, den ich mir ausgesucht habe, der eine andere Route nimmt. Ich steige aus meinem Lebensgefährt aus und springe

陰翳礼讃
洗足Zwielicht. Und Veränderungen. Die andere Geographie, das andere Wetter, die andere Sprache, das andere Licht, die anderen Wolken, die andere Luft, das andere Essen. Anders auf der Straße flanieren, anders am Wochenende trinken gehen, anders in der Nacht nach hause finden. Das andere U-Bahn fahren und das andere Einkaufen-gehen. DasNowhere