渋谷、4月24日2023年

渋谷、4月24日2023年
shibuya scramble square

Ich scrolle durch die Bilder, die ich vorgestern bei der Kreuzung in Shibuya gemacht habe. Ich bin schon nach knapp einer Woche wieder gefühlt in den Normalitätsmodus gekommen. Ich gehe durch die Straßen und vergesse, dass ich weit weg von meiner Normalität bin. Als ich bei der Shibuya-Station angekommen war und auf dem Weg zum Ausgang von oben die große Kreuzung und wie die Passanten von allen Seiten aufeinander zuströmten sehen konnte, traf es mich auf einmal, dass ich in Tokyo bin. Das ist jetzt meine Wirklichkeit.
Drei, vier, fünf mal bin ich dann über die Kreuzung gegangen, jedesmal den Tränen nahe...weil es mich so glücklich machte, dort zu sein. Ich bin jetzt wirklich hier, so weit weg.
Es geht mir noch oft so, dass ich diese Stadt nur in fernen Bildern wahrnehme, durch das Auge eines anderen Beobachters.


Ich vermeide es, mich mit Sightseeing-Spektakeln zu verplanen. Nach Shibuya bin ich primär gefahren, um in einem Kamera-Laden einen SD-Karten-Reader zu kaufen und mir die Kameras anzusehen. Ganz in der Nähe war auch ein japanischer Fast-Food-Laden "Sukiya", bei dem ich Gyudon essen wollte.
Das waren meine einzigen "Pflichtpunkte", die ich unbedingt abgehen wollte. Als ich das abgehakt hatte, bin ich dann bloß in der Gegend herumspaziert.
Mir ist aufgefallen, dass man in Tokyo nicht lange suchen muss, um einen ruhigen Ort zu finden. Diese Stadt, ist wie ein gut komponiertes Musikstück, das mit den Kontrasten aus laut und leise, groß und klein, schnell und langsam gekonnt spielt.
In der einen Minute noch war ich auf der belebten Dogen-Zaka-Avenue, dann eine Seitenstraße später, entfaltet sich ein kleiner Park der Stille.
Wo sich auf der großen Einkaufsstraße die Menschen hektisch tummeln, sitzen hier ein paar Firmenangestellt mit Anzügen und Kostüm und machen eine Auszeit, trinken Kaffee und reden mit gedämpfter Stimme miteinander.
Es kommt mir so vor, als wäre es möglich, dass sich in dieser Stadt kleine Blasen bildeten, in denen die gestressten Menschen Zeit zum atmen finden. Etwas, das ich in Wien sehnlichst vermisse.
Ich beobachtete, wie ein Mensch mit Anzug in diesen Park kam, lange und mit einem leisen Zischen Luft ausatmete und dann wieder dort hin ging, woher er gekommen war.

新宿駅から代々木まで...、4月28日2023年
Spaziergang von Shinjuku zum Yoyogi Park, danach nach Harajuku. Zuerst habe ich bei Hoshino einen Iced-Coffee getrunken. Die erste Tasse Kaffee seit ich in Japan bin. Ich fragte die Kellnerin auf Japanisch, wie man denn “Iced Coffee” auf Japanisch sagt. “Iced Coffee”, antwortete sie trocken. 「Iced Coffee」は日本語でですか。 「Iced Coffee」
芝公園
渋谷、4月24日2023年Ich scrolle durch die Bilder, die ich vorgestern bei der Kreuzung in Shibuya gemacht habe. Ich bin schon nach knapp einer Woche wieder gefühlt in den Normalitätsmodus gekommen. Ich gehe durch die Straßen und vergesse, dass ich weit weg von meiner Normalität bin. Als ich bei der Shibuya-Station